Tipps für Korbwaren

Tipps für Korbwaren
   
  
oder/ und die am meisten gestellten Fragen und Antworten.
   
   
Tipp: Lebensdauer von Korbwaren allgemein.

 

Die Lebensdauer von Korbwaren kann erhöht werden, wenn man das Geflecht ab und zu anfeuchtet. Vor allem in den heißen Sommermonaten, wenn auch das Geflecht Ihres Korbes ausgetrocknet ist, kann sich das auszahlen. Ein schon in die Jahre gekommener Korb ist Ihnen in dieser Zeit vor gebrauch für etwas Feuchtigkeit dankbar.

 
Wußten Sie schon?

Ihre runde Korbtasche aus Sissalgras (Afrikakorb) können Sie in der Form nachträglich noch einmal korrigieren oder gar umformen. Dazu müssen Sie den Korb lediglich einige Minuten abspritzen oder ins Wasser eintauchen. Sie formen mit der Hand den Korb im nassen Zustand neu und lassen ihn so wie Sie ihn modelliert haben wieder austrocknen. Im trockenen Zustand behält er die Form bei, die Sie ihn gegeben haben.

 
Tipp: Körbe lackieren   Korbwaren umlackieren

Im allgemeinen lassen sich Korbwaren mit einer herkömmlichen Holzschutzfarbe färben. Vor allem Peddigrohrkörbe und Rattan ( sofern es sich um geschähltes Rattan handelt) läßt sich hervorragend in jeder Farbe lackieren. Ungeschältes Rattan ( mit gelb bis brauner Glanzschale) läßt sich überhaupt nich färben. Eine weitere Ausnahme bilden auch Weidenkörbe. Weiden nehmen die Farbe nur sehr schlecht an. Man muß mit einer guten Holzschutzfarbe mindestes zwei bis dreimal streichen bis sich ein ansprechendes Farbergebnis einstellt. Am besten eignen sich noch Beitzen.
   
   
Tipp: Körbe pflegen und vor Witterung schützen

Körbe bestehen aus Naturmaterialien, die natürlicherweise im Freien schnell verwittern. Man kann sie langzeitlich schützen indem man sie jährlich mit einer guten Holzschutzfarbe einstreicht. Grundsätzlich ist Weide oder Rattan wie Holz behandelbar.
   
   

Korbflechten:

Korbmaterial ist grundsätzlich erst verwendungsfähig, wenn man es vorher behandelt. Es ist vor Verwendung in Wasser zu weichen. Peddig und Weidenschienen sind genügsam. Sie brauchen nur zwei - bis dreimal durch Wasser gezogen zu werden. Schon kann man sie verwenden. Geschälte Vollweiden müssen jedoch - je nach Stärke von ein bis vier Stunden weichen. Ungeschälte Weiden bis zu vier Wochen.
   
   
Tipp:  alte oder verstaubte Körbe reinigen.

Alte und verstaubte Körbe können Sie mit einfachen sauberen und warmen Wasser mit einer harten Bürste ausbürsten. Starken Schmutz können Sie mit Seifenwasser zu Leibe rücken. Ein besonderes Mittel ist dafür nicht nötig. Zu scharfe Spüler oder Reinigungsmittel beschädigen den Korb.
   

Aufpassen!     Arbeiten mit Stuhlflechtrohr.

Wenn Sie Ihr Wiener Achteckgeflecht an Ihren Stuhl selbst anfertigen wollen, achten sie streng darauf, dass Sie das Material nicht zu oft und nicht zu lange im Wasser eintauchen. Die unscheinbar anmutende Schiene entwickelt - wenn Sie eingeweicht wurde und dann austrocknet - eine enorme Zugkraft. Beim langsamen austrocken sind schon übernacht ganze Stühle zusammengebrochen, wenn das Material zu sehr befeuchtet wurde.
   
   

Tipp:   arbeiten mit ungeschälten Weiden.


Im allgemeinen werden Arbeitskörbe von Laien- oder Hobbyflechter nur direkt nach dem Ernten im Winter geflochen weil der Saft in den Weiden das Material geschmeidig hält. In der Profiwerkstatt werden niemals Weiden vom Stock herunter verflochten. Sie werden erst gründlich getrocknet. Dann nach Monaten wieder für bis zu vier Wochen eingeweicht und dann erst verflochten. Dann ergibt sich nach dem austrocknen ein schöner fester Korb und das unerwünschte Schrumpfen und Lockern der einzelnen Weiden entfällt.
   

FRAGE:

Welcher Bedeutung kommen die Farbbezeichnungen beim Materialkauf von Peddig und Stuhlflechtrohr zu?

Die Farbbezeichnungen: Rotband, Blauband, Grünband und Schwarzband stehen nicht für die Farbe des Flechtmaterials, sondern für die Qualität. Wobei man Blauband als die höchste und Schwarzband als die niedrigste Qualitätsstufe bezeichnet. Die Unterschiede machen sich nicht nur im Preis pro Kilo bemerkbar, sondern auch in der Porösität und Haltbarkeit des Materials. Blauband ist in der Regel ein fehlerloses Material ohne Flecken, von gleichbleibender natürlicher Färbung und ohne die Merkmale der Verästelungen. Scwarzband kann durchaus auch unbrauchbares Material beinhalten. Die Qualitätsstufen Rotband und Grünband sind Mischungen. Rotband hat mehr Material der Klasse Blauband im Bündel, Grünband weniger. Der Kauf kann dennoch interessant sein, wenn man verschiedene Flechtwerke mit verschiedenem Anspruch erstellen möchte.

 
FRAGE:

Was nehme ich am besten als Pflöcke für die Befestigung des Stuhlgeflechtsfäden im Rahmen des Stuhles, dessen Geflecht ich erneuern will?

Es werden spezielle Pflöcke angeboten. Jedoch ist es am zweckmäßigsten aus Peddigrohr selbst welche zu erstellen. Das ist ganz einfach und kostet sehr wenig. Es reicht ein 3 bis 5 mm starker Faden mit etwa 2 bis 3 Meter aus. Schneiden Sie ihn in etwa 3 bis 4 cm lange Stückchen, spitzen Sie  die Stückchen wie einen Pfahl an einer Seite an. So können Sie das Geflecht befestigen und beim verleimen diese Stückchen benutzen. 
   
   

Tipp: So verlängern Sie die Lebensdauer des Bodens Ihres Korbes.

Körbe, dessen Böden aufgrund ihres Gebrauches starken Verschleißungen unterliegen, können Sie mit einfachen Holzleisten auf dem Boden entgegenwirken. Der Abrieb entsteht so nicht am Geflecht, sondern an der Holzleiste und en entstehen keine Schäden, die letztendlich den Boden von der Wandung trennen. Befestigen Sie die Holzlatten mit Draht, den Sie einfach durch das Bodengeflecht ziehen können und mit einer einfachen Bohrloch durch die Latte fädeln und dann verdrehen. eine einfache aber sehr wirkungsvolle Methode.  Von innen können Sie den Boden mit einer Einlage schützen. Ein einfacher Papdeckel, lose über den Boden in den Korb gelegt, genügt dabei völlig. Sie erhöhen dabei die Lebensdauer Ihres Korbes um ein vielfaches.
   
   

Tipp:  Für Kaminholzkörbe

Auch für die großen Kaminholzkörbe gilt: Kein besitzt die Möglichkeit völlig dicht zu sein und nichts durch fallen zu lassen. Eine Auslegung mit Jutestoff hält je nach Behandlung zwischen ein bis drei Wintersaison durch ohne völlig zu verschleißen und ist in der Regen teuer. Daher empfehlen wir: Nehen Sie einen dicken Wellkarton und legen Sie damit Ihren Korb aus. Auch hier fällt bei sorgfältiger Auslegung nichts durch und Sie können ihn zu jeder Zeit kostenlos ersetzen, wenn Sie den Karton in irgendeinen Supermarkt mitnehmen. Darüber hinaus schützt der dicke Wellkarton noch zusätzlich Ihren Korb und erhöht die Lebensdauer erheblich. Vor allem am Boden wird der enorme Druck, den das Greflecht vom schweren Waldholz ausgesetzt ist, vermindert. Aber auch die Wandungen werden vom schrammen beim Be-und Entladen wird das  Geflecht geschützt. Die Hauptursache eines hohen Verschleißes bei Kaminholzkörbe. So haben Sie lange Spass an Ihren schönen Stück. 
   
   

Ganz sicher:

Alle Korbmateralien aus Natur, müssen naß verarbeitet werden, damit sie verarbeitungsfähig werden, nicht reißen, sich nicht aufspalten oder Fäden ziehen. Unbedingt!
   
   

Fragen und Antworten
   
Bitte richten Sie Ihre Fragen per E-Mail an uns.

Auf diesem Weg können wir Ihnen am ausführlichsten mitteilen wie Sie Ihr Vorhaben realisieren können und es ist möglich hier ein gesameltes Werk an Tipps und Tricks zu erstellen.
   
   

Ins  lächerliche gezogen.  Korbmacherwitz.
   
Ein Korbmachermeister in seiner Werkstatt zu seinem Lehrling, der an seinem aufgetragenen  Stück schon überdimensional lange herumwerkelt: “Na, wann wird es denn endlich was?” Der Lehrling etwas gedrückt, zuckt mit den Schuldern und arbeitet wortlos weiter. Einige Stunden später - nach Schwitzen und kräftezehrender Vollendung - meldet sich der Junge. “Meister, mein Körbchen ist fertig. Soll ich es denn auch gleich reparieren?”

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